Fürsten Esterházy de Galántha, gefürstete Grafen zu Edelstetten



Wappen (Stammwappen):

 

In Blau auf goldener Blätterkrone stehend ein gekrönter Greif, in der rechten Klaue einen Säbel schwingend, in der linken 3 rote Rosen an grünen Stengeln haltend; auf dem Helm  mit blau-goldenen Decken der Greif wachsend.

 

 

Katholisch - Reichsfürstenstand 1687.

 

Uradel aus dem Geschlecht der „Salamon“, der mit Mocud de genere „Solomun“, Pristaldus am Hofe König Bela III., 1186 urkundlich zuerst erscheint (Archiv des Erzbistums Esztergom, Codex Dipl. Arpadianus, Tom. VI, 162/63) und mit Nicolaus nobilis de genere „Salamun“, der urkundlich 1239 und 1242 auftritt (vgl. Graf János Eszterházy, Az Eszterházy család, Budapest 1901, 2. Band, Urk.), seine Stammreihe beginnt.
Nachdem das Geschlecht 1352 in den Besitz der Herrschaft Zerhásház gelangt, erscheint es mit Balázs (Blasius) unter den Namen „de Salamun, dictus de Zyrház“ bzw. „Zerhas de Zerhashás“ (Kapitel-Archiv Preßburg, Cap. 28, Fasc. 5, No. II). Für Benedict (gestorben um 1552), der Besitz und Wappen der Familie seiner Frau, Helene Bessenyey de Galántha, übernimmt, findet sich urkundlich erstmals 1549 (vgl. Graf János Eszterházy, Az Eszterházy család, Budapest 1901, 2. Band, Urk.) der Name „Esterház (bzw. lateinisch „Estoras“) de Galántha“.
Die Stammväter der nachfolgenden Linien sind 3 Söhne des Ferenc (Franz), geboren um 1503, gestorben um 1604, Sohn des genannten Benedict.

 

Reichsfürstenstand (ad pers.) Preßburg 07.12.1687 bzw. (primog.) Preßburg  22.,05.1712 (beides für den genannten Paul (Pál) Grafen Esterházy de Galántha (geboren 1635, gestorben 1713), Erbherrn auf Forchtenstein (Fraknó), Palatin von Ungarn, Kaiserlicher Geheimer Rat und Km., Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies)

 

böhmisches Inkolat im Herrenstande Wien 15.02.1765

 

Ausdehnung des Reichsfürstenstand auf alle Nachkommen Wien 21.07.1783 (beides für den Enkel des Vorigen, Nikolaus Joseph (Miklós Jozsef) 5. Fürst Esterházy de Galántha, Erbherr auf Forchtenstein (Fraknó), geboren 1714, gestorben 1790, K. K. Km. und Geheimer Rat, Feldmarschall, Inhaber des Infanterie Regiments Nr 33, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies);

 

Erhebung der am 22.05.1804 vom Fürsten de Ligne erworbenen ehemaligen Abtei Edelstetten in Bayern zur gefürsteten Reichsgrafschaft Wien 17.12.1804 (für den Enkel des Vorigen, Nicolaus (Miklós) Ferdinand 7. Fürst, geboren 1765, gestorben 1839, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, Großkreuz des St. Stephans Ordens, K. K. Km. und Wirklich Geheimer Rat, General Feldmarschallleutnant, Inhaber des Infanterie Regiments Nr. 32, Erbobergespan des Komitats Ödenburg).

 

Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Fürstenklasse 26.07.1813 (für denselben) als „Fürst Esterházy von Galántha, gefürsteter Graf zu Edelstetten, Erbgraf zu Forchtenstein“ (traditionsgemäß führt die Familie jedoch die Bezeichnung „de Galántha“ statt „von Galántha“)

 

Zuständigkeit des Prädikats „Durchlaucht“ (primog.) laut Bundestagsbeschluss vom 18.08.1825, österreichische Durchführung desselben 07.10.1825

 

österreichische Ausdehnung des Prädikats „Durchlaucht“ auf alle Mitglieder laut Allerhöchster Entschließung 27.04.1869, intimiert durch Erlaß des Ministerium des Innern 09.05.1869 (für Nikolaus Paul (Miklós Pál) 9. Fürst). Die Nachgeborenen führen den Titel und Namen „Prinz“ bzw „Prinzessin Esterházy de Galántha“ (Duchlaucht).

 

 

LITERATUR:

 

Graf Egbert von Silva-Tarouca, Die Füsten Esterházy de Galántha, in: Archiv für Sippenfoschung, 33. Jahrgang (1967), Heft 26, S. 81-91

Neue Dt. Biographie, Band 4, 1971

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Fürstlichen Häuser 1775-1942

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1826, 1931 (St.R.), 1941

Genealogisches Handbuch des Adels Fürstliche Häuser XV/1997

Genealogisches Handbuch des Adels Gräfliche Häuser X/1981

Handbuch Bayern XX/1994





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