Grafen Henckel Fürsten von Donnersmarck



Wappen (1636):

 

Geteilt und 3mal gespalten (8 Felder), 1 und 7 geteilt, oben in Gold ein wachender golden-gekrönter blauer Löwe, unten in Rot 3 (2,1) silberne Rosen (Stammwappen) 2 und 8 in Blau ein rechtsgekehrtes aufgerichtetes silbernes Einhorn (Beuthen), 3 und 5 in Silber einwärts-sehend ein golden-bewehrter schwarzer Adler (Tarnowitz-Neudeck), 4 und 6 in Gold auf grünem Dreiberg ein rotes Antoniuskreuz (Oderberg). 3 Helme; auf dem rechten mit blau-goldenen Decken der Löwe wachsend (StH.), auf dem mittleren mit schwarz-goldenen Decken der Adler golden-gekrönt, auf dem linken mit blau-silbernen Decken das Einhorn wachsend.

 

Wappen (1901):

 

Geteilt; oben in Rot ein wachsender gekrönter goldener Löwe, unten in Gold 3 (2,1) rote Rosen; auf dem Helm mit rot-goldenen Decken der wachsende Löwe; Fürstenhut und Fürstenmantel; Wahlspruch: Memento vivere.

 

 

Katholisch und evangelisch - Fürstenstand 1901.

 

Aus dem Ort Donnersmarkt (lateinisch Quintoforum) in der Landschaft Zips stammendes Geschlecht.

 

Ungarische Wappenverleihung Konstanz 01.08.1417 durch Kaiser Sigismund (für die Brüder Peter, Jakob und Nikolaus Henkel de Quintoforo)

 

ungarische Wappenbestätigung Buda 21.09.1456 durch König Ladislaus (für die Brüder Georg und Nikolaus Henkel)

 

ungarische Adelsbestätigung mit „de Quintoforo, aliter von Donnersmarckh“ 27.04.1593 (für das Gesamtgeschlecht)

 

erbländisch-österreichische Wappenbestätigung im Adelsstand Prag 26.02.1607 durch Kaiser Rudolf II. (für Lazarus Henkel von Donnersmarck, Kaiserlicher Rat und seine Söhne Lazarus und Georg)

 

böhmisches Inkolat 23.09.1608 (für dieselben)

 

Einsetzung in den erblichen Besitz der seit 1603 von Kaiser Rudolf II. als Lehenspfand bestellten Herrschaften Beuthen und Oderberg 18.01.1632

 

böhmischer Herrenstand, Reichs- und erbländisch-österreichischer Freiherrnstand als „Freiherr auf Gfell und Versendorff“ mit Wappenbesserung Regensburg 18.12.1636 durch Kaiser Ferdinand II

 

erbländisch-österreichischer Grafenstand Innsbruck 29.07.1651 durch Erzherzog Ferdinand Karl von Tirol

 

böhmischer Grafenstand Wien 05.03.1661 durch Kaiser Leopold I. (alles für den letztgenannten Lazarus Henckel von Donnersmarck)

 

Erhebung von Beuthen zur Freien Standesherrschaft Wien 14.11.1697

 

Vererbung der Würde des freien Standesherrn nach dem Recht der Erstgeburt gemäß Kaiserlichen Dekret Wien 08.08.1701

 

Vererbung derselben auf den jeweiligen Senior des Geschlechts gemäß preußischen Edikt vom 16.04.1748; der freie Standesherr (sofern er das Fkm. Beuthen oder Neudeck besaß) war erbliches Mitglied des preussischen Herrenhauses seit dessen Errichtung (12.10.1854).

 

ErbOLdMundschenk im Herzogtum Schlesien durch A. KO. von 16.01.1840 (für Karl Lazarus Grafen Henckel von Donnersmarck, Freien Standesherrn von Beuthen)

 

erbliches Mitglied des preussischen Herrenhauses (geknüpft an den Besitz des Fkm. Zyglin, Kreis Tarnowitz) 10.01.1887

 

preussischer Fürst als „Graf Henckel Fürst von Donnersmarck“ mit „Durchlaucht“ (primog.) Berlin 18.01.1901 (für Guido Grafen Henckel von Donnermarck, Freien Standesherrn von Beuthen, Fkherrn auf Zyglin, auf Tarnowitz u. Repten, Kaiserlich preussischer Wirklicher Geheimer Rat und ErbOLdMundschenken im Herzogtum Schlesien).- Die Nachgeborenen führen den Namen „Graf“ bzw „Gräfin Henckel von Donnersmarck“.

 

 

LITERATUR:

 

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Fürstlichen Häuser 1902-1942

Genealogisches Handbuch des Adels Fürstliche Häuser XV/1997

Neue deutsche Biographie, Band 8 S. 516-519

Karl Haesert, August von Doerr und das Geschlecht Henckel, Berlin 1936;

Detlev Schwennicke (Herausgeber), Europäische Stammtafeln, 4 Bände, 1987, Tf. 67-74.

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Fürstlichen Häuser 1902-1942

Genealogisches Handbuch des Adels Gräfliche Häuser X/1981

Handbuch Bayern XX/1994





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