Grafen von und zu Lerchenfeld auf Köfering und Schönberg



Wappen (1698):

 

Geviert und belegt mit gekröntem silbernem Herzschilde, darin 8 (4,4) rote Wecken; 1 und 4 in Rot ein silberner Sparren, in dessen Spitze eine einwärts fliegende silberne Lerche (jüngeres Stammwappen), 2 und 3 in Silber 3 unten durchbrochene feuerspeiende grüne Berge nebeneinander (verst. von Pennberg). 3 Helme mit rot-silbernen Decken; auf dem rechten gekrönten 2 wie Feld 1 und 4 bezeichnete Adlerflügel, auf dem mittleren ein gekrönter goldener Turnierhut, mit 5 schwarzen Federn besteckt und mit von 3 roten Flammen belegtem silbernen Stulp, auf dem linken gekrönten 6 abwechselnd silberne und rote Straußenfedern.

 

 

Katholisch – Reichsgrafenstand 1698.

 

Altbayerisches Geschlecht das mit Wernhard (Bernardus) de Lerchinfelt 1070 urkundlich (Cod. bav. Nr. 1783, 54 b, Urk. IX, 74) zuerst erscheint. Albrecht Lerchenvelder zu Lerchenfeld tritt nach 11.11.1302 die Hälfte seiner Güter in Lerchenfeld an Leutwin Löbel, Probst zu Regensburg, ab und begibt sich nach Regensburg. Die sichere Stammreihe beginnt mit Heinreich Lerchenvelder urkundlich 1347 bis 1357 (UB. der Stadt Regensburg II, 1956) in Regensburg (wahrscheinlich Sohn des Albrecht).

 

Bestätigung des jüngeren Stammwappen und Verleihung der Helmkrone St. Georgen im Szeklerland am St. Urbanstag 25.5.1427 durch Kaiser Sigismund für Haimeran Lerchenfelder, Mautner und Stadtkämmerer in Straubing (gestorben Regensburg 1459, Urenkel des Heinrich).

 

Adelsbestätigung Schloß Ofen, Sonntag nach St. Bartholomäustag 26.8.1525 (für Georg Lerchenfelder und Vetter (von König Ludwig von Ungarn) (abgedruckt in der heraldisch-genealogischen Zeitschrift „Adler“, I, 1871, Seite 47 und f. ));

 

Rittermäßiger Reichsadel mit Wappenbesserung Augsburg 25.1.1555 (für die Brüder Casper und Balthasar Lerchenfelder)

 

Reichsadelbestätigung als von Lerchenfeld, Wappenvermehrung mit (gest.) von Pennberg und Rotwachsfreiheit Prag 26.4.1587

 

Adelsbestätigung und Wappenbesserung Prag 22.1.1597

 

Ausdehnung der Verleihung von 1587 auf die Brüder Albrecht und Christoph Prag 1.2.1616

 

Reichsfreiherrnstand Regensburg 22.2.1653 (für Georg Konrad von Lerchenfeld auf Ammerland usw., seine Brüder und Vettern)

 

Kurbayerische Anerkennung 14.9.1653

 

Reichsgrafenstand Wien 20.3.1698 (für Franz Adam Freiherr von und zu Lerchenfeld auf Köfering)

 

Kurbayerische Anerkennung 2.4.1699

 

Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Grafenklasse 2.3.1813. - Das ehemalige Fkm. Köfering, mit erblicher Reichsratswürde der Krone Bayern seit 1.10.1845, wurde aufgelöst.

 

 

LITERATUR:

 

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1826-1941

Handbuch Bayern I 1950, Gräflicher Häuser

Genealogisches Handbuch des Adels, Gräfliche Häuser A III 1958





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