Khälß (Ka(a)lhz) Edler von Khälßberg



Urwappen:

Ein schwarzer Schild, darinnen ein aufrecht nach rechts schauendes Bergeisen in seiner natürlichen Farbe und mit einem gelben Stiel. Über dem Schild ein eisenfarbener Stechhelm, beiderseits mit schwarzen und weißen Helmdecken und darüber eine goldfarbene königliche Krone. Daraus erscheinen hintereinander, zwei schwarze Adlerflügel, wovon der erste mit einem Bergeisen wie jenes im Schild dargestellt ist.

Wappen (1796):

Ein weißes oder silberfarbiger Schild, darinnen ein aufrecht nach rechts schauender gekrönter rot- oder rubinfarbiger Adler, mit roter ausgestreckter Zunge, gespreizten Füssen, offenen Flügeln und Schwanz. Über dem Schild ein offener adeliger Turnierhelm, beiderseits mit rot und weißer Helmdecken und darüber eine goldfarbene königliche Krone. Daraus erscheinen neben einander, fünf mit den oberen Spitzen einwärts gebogene Straußenfedern, wovon die erste, dritte und fünfte Feder rot oder rubinfarbig, die zweite und vierte weiß oder silberfarbig ist.

Gebessertes Wappen (1796):

 

Ein weißes oder silberfarbiger Schild, darinnen ein aufrecht nach rechts schauender gekrönter rot- oder rubinfarbiger Adler, mit roter ausgestreckter Zunge, gespreizten Füssen, offenen Flügeln und Schwanz. Über dem Schild ein offener adeliger Turnierhelm, beiderseits mit rot und weißer Helmdecken und darüber eine goldfarbene königliche Krone. Daraus erscheinen neben einander, fünf mit den oberen Spitzen einwärts gebogene Straußenfedern, wovon die erste, dritte und fünfte Feder rot oder rubinfarbig, die zweite und vierte weiß oder silberfarbig ist. Auf der Brust des roten Adlers in einem schwarzen Herzschildchen ist die angeführte heidnische, goldfarbige Königliche Krone, durch die das senkrecht gestellte Bergeisen – mit der Spitze nach rechts schauend – geht.


Katholisch - Adelsstand 1612.

Am 17. September 1612 wurde Mathias Kählz in den Reichsadelsstand erhoben, wobei es versäumt wurde, seinem Vetter Georg Kählz und dessen Familie gleichzeitig dieselben Ehrentitel und Privilegien einzuräumen. Im nachfolgenden Adelsbrief wird daher eine Zusammenfassung mit diesen Auszeichnungen festgelegt.
Dieser Vetter des Mathias Kählz hieß Georg Kählz und war oberster Bergrichter im Land Steyr (Steiermark). Die Familie Kälhz wurde bereits von Kaiser Friedrich dem III., der in der Zeit 1440 bis 1493 regierte, geadelt und erhielt seinerzeit ein Adelswappen (im Adelsbrief vom 17. Juni 1796 Adelswappen Nr.1). Mathias Kälhs, der im Dienste des Kardinals Kleel’s stand, erhielt mit einem vorangegangenen Adelsbrief den Wappen, welcher bei diesem Familienartikel sichtbar ist (siehe im Adelsbrief vom 17. Juni 1796 den Wappen Nr.2). Im darauffolgenden Adelsbrief vom 17. Juni 1796 werden die Wappen Nr. 1 und Nr. 2 verschmelzt (siehe Wappen Nr. 3) und gleichzeitig wird der gesamten Familie des Mathias und Georg Kälh’s die Namensgebung "von Kälhsberg" verliehen.

Reichsadelsstand Prag am 17. September 1612 durch Kaiser Mathias (geboren am 24. Februar 1557) (für Mathias Kälhz) auf Betreiben des Kardinal Khlesl Melehior, Bischof von Wien, der seit 1598 mit den Staatsgeschäften beauftragt und Berater des Kaisers war.


Literatur:

Jahrbuch der Kaiserlich Königlichen Heraldischen Gesellschaft Adler Neue Folge, Band XXVII und XXVIII (1917/18)
Monatsblatt der Adler Band X (1926-1930)
Josef Kraßler, Steirischer Wappenschlüssel
Karl Friedrich von Frank, Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die Österreichischen Erbländer bis 1806 Band III
Hollwögerbuch Ausseerland.





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