Freiherrn Lichtstock von Lichtenthurn (Lichtstock Freiherrn von und zu Lichtenthurn)



Wappen:

 

Geviertet, 1 und 4 ein Schrägrechtsbalken, belegt mit drei Sternen, 2 und 3 ein gekrönter, steigender Löwe; im Herzschild: ein Thurm; Kleinodien: I. eine Sonne, II. ein gekrönter wachsender Löwe mit einem Pfeil in der Pranke, III. ein Halbmond.

 

 

Nach den Daten des Adelsarchivs wurde Martin Lich(t)stock, Sohn des Johann Lich(t)stock in Cilli (welcher letzteren Bruder Andreas Sekretär in Krain war und dessen weiterer kinderloser Bruder Leonhard von Kaiser Rudolf den Adelsstand erhalten hatte), 26. Jänner 1619 unter Wappenerneuerung nobilitiert.

 

10. November 1626 erhielt derselbe Martin Wappenbesserung und das Prädikat Lichtenheimb; am 31. März 1635 sucht er um Ausdehnung des Adels auf die vier Blutsfreunde seines Namens Matthias, Andreas, Jakob und deren Bruder an, da er selbst nur einen Sohn habe.

 

Am 22. April 1639 wird ihm die Weglassung des Namens Lichtstock bewilligt.

 

Am 10. April 1655 wird die Verleihung des Prädikates Lichtenhaimb und des Hofsekretärstitel an Hans Adam intimiert.

 

Am 23. Februar 1656 wird diesem die Ablegung des Namens Lichtstock gestattet.

 

Am 23. Jänner 1665 erhält Kaspar, Verweser in Idria, unter Berufung auf die Nobilitiierung seines leiblichen Vetters Martin Prädikat und Wappenaufbesserung.

 

Am 12. April 1681 wird dem Verweser in Idria Kaspar von Lichtenheimb im Interesse seines Sohnes Andrä Xaver der Freiherrnstand mit von und zu Lichtenthurn verliehen.

 

Am 28. Juni 1710 erhält der Gegenschreiber in Idria Franz Leopold Lichtstock, Sohn des Johann Andrä, mit Bezug auf die Nobilitierung seiner Agnaten Hans Adam, Jakob, Martin, Kaspar und Andrä Nobilitierung, Wappen und Prädikat.

 

Der 1681 gefreite Kaspar von Lichtenthurn war Sohn des Johann Andrä, erzherzogl. Kammerdieners und Enkel des Hans Mathes, der Kornet in Warasdin und Leutnant zu Copreinitz gewesen war. Des Hans Mathes Bruder war der 1626 gefallene Obrist-Wachtmeister im Heere Tillys Johann Alexander.

 

Ein Ahnentafel im Sternkreuzordensarchive nennt Anna Maria Freiin von Lichtenthurn, Gattin des Oktavian Freiherrn von Terzi, als Tochter des Kaspar von Lichtenhaimb Freiherrn von Lichtenthurn und der Felicitas von Bucella und diesen als Sohn des Johann Andreas von Lichtenthurn und der Marianne von Mosheim.

 

Aus den Materialien Beckh-Widmannstetters im Haus-, Hof- und Staatsarchiv ergibt sich, dass die Adelsausdehnung vom 31. März 1635 den Matthias, Einnehmer zu Tüffer, Andreas beim Verweseramt in Idria, Jakob und einen ungenannten, alle Söhne von Martin Bruder Jakob betroffen hat, dass am 2. April 1666 Kaspar Lichtstock, Verweser in Idria, das Prädikat von Lichtenhaimb und den kaiserlichen Ratstitel erhielt und dass das Geschlecht 1631 die Landmannschaft in Görz und 1633 jene in Steiermark, 15. Januar 1655 die Landmannschaft in Kärnten (Max, Policarp, Dominik, Franz und Bernhard von Lichtenhaimb und 1665 das Inkolat in Krain erhielt.

 

Martin Lichtstock starb nach Beckh-Widmannstetter 16.10.1648 als Martin von Lichtenhaimb auf Hinterfeld, Hofkammerrat; seine erste Gemahlin Regina oder Rosina war 10. Januar 1621 gestorben, die zweite Maria Magdalena Kaltenhausen von Greifenstein, Tochter des Wolf und der Renata Grienberger, vermählt 21.11.1621, starb 16.4.1657 zu Graz. Aus erster Ehe hatte er eine Tochter Maria Therese, geboren 26.8.1614, vermählt 16.9.1635 mit Bartlmä Pacher von Zelhoven; sie starb Graz 6.1.1666 und hinterließ eine Tochter Maria Felicitas, vermählt mit Bonaventura Crollolanza.

Aus zweiter Ehe stammten unter anderen zwei Söhne: Polykarp Max, geboren 28.10.1624, vermählt mit Sophie Elisabeth Freiin von Gleinitz (Vater des Johann Max, geboren 10.1.1668), und Bernhard August, vermählt 26.6.1667 mit Katharina Elisabeth Wunderer von Wundegg, Tochter des Balthasar und der Katharina Barbara Strämbl, und mehrerer Töchter, darunter eine Tochter Maria Anna, vermählt mit Ludwig Ehrenreich von Hohenrain.

 

Der Hofsekretär Hans Adam Lichtstock von Lichtenhaimb starb 2.5.1670; er war vermählt mit Maria Magdalena Johanna Pamberger, gestorben 1.11.1649, von der er sechs, und mit Regina von Niedenaus, gestorben 14.9.1688, von der er acht Kinder hinterließ.
Das Geschlecht wurde fortgepflanzt durch die Söhne zweiter Ehe: a) Johann Ferdinand, geboren 1659, gestorben 8.7.1715, vermählt mit 1.) Anna Maria Regina Nowak von Nowenegg, gestorben 26.11.1689, und 2.) Anna Cecilia von Löwenheim; b) Johann Karl, geboren 1669, vermählt mit Marianna Stürkh. Johann Ferdinand hatte die Söhne Karl Ferdinand, geboren 1686, und Andreas Josef Anton, geboren 1700.

 

 

LITERATUR:





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