Freiherr von und zu Mandorff



Stammwappen:

 

 

 

In von Schwarz und Gold geteiltem Schilde drei Spieße (Schweinsfedern) in gewechselter Farbe nebeneinander; auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein von der Hüfte an aufrecht vorwärts-gekehrter grün-bekränzter wilder Mann, einen der Spieße mit beiden Händen derart schrägrechts vor sich haltend, dass die rechte den goldenen, die linke Hand den schwarzen Teil anfasst.
In den ältesten Siegeln sind statt der Spieße Strichpfähle im Schild, wahrscheinlich waren sie golden in Schwarz.

 

Wappen (1644):

 

 

Geviertet und belegt mit Herzschild wie Stammwappen; 1 und 4 in Schwarz ein einwerts-gekehrter aufgerichteter zweischwänziger goldener Löwe, einen drei-blättrigen grünen Haselzweig haltend (erloschene Haßlinger); 2 und 3 in Gold ein blauer Schrägrechtsbalken, den seiner Länge nach ein natürlicher Biber hinaufläuft (erloschene von Pibriach). - Drei Helme, auf dem rechten mit schwarz-goldenen Decken der Löwe wachsend (erloschene Haßlinger), mitten Stammwappen., auf dem linken mit blau-goldenen Decken der Biber aufgerichtet (erloschene von Pibriach).

 

 

Römisch-Katholisch – Reichsfreiherrnstand 1644.

 

Kärntner Uradel (nach A. Weiß „Der Adel Kärntens bis zum Jahre 1300“, Wien 1869, neben den Metnitz die älteste noch bestehende Kärntner Familie), der mit Hartemanus miles de Mondorf vor Accon im Februar 1214 urkundlich (Original im Archiv des Malteser Ritter Ordens in Prag, A 11:17; vergleiche Monumenta historica ducatus Carinthiae; I. Band.; Nr. 1695) zuerst erscheint.
31.7.1216 teilt Bischof Heinrich II. von Gurk mit dem Herzog Leopold VI. von Österreich-Steiermark die Kinder des „domini Offonis de Mannendorf“, welche diesem von Rizha „ex ministeriali ecclesiae nostre nomine“ geboren worden waren; unter den Zeugen für den Herzog steht auch Ulricus de Mannendorf (Monumenta historica ducatus Carinthiae; I. Band.; Nr. 461; vergleiche St. B. 34, Seite 14, Nr. 33).
Im Sommer 1232 ist Offo de Mannendorf für Bischof Ulrich (I.) von Gurk Zeuge in einer Vergleichsurkunde (Monumenta historica ducatus Carinthiae Nr. 536).
Johannes a Mondorff (gestorben 11. November) war Gurker Domherr (Kä. A. X, 75).
Vlricus de Mandorf 1.3.1265 Zeuge (Monumenta historica ducatus Carinthiae; II. Band.; Nr. 667), usw.

 

Die sichere Stammreihe beginnt mit Achaz Mandorfer, gestorben um 1390, 18.4.1448 tot. Hans Mandorfer baute 1500 das erworbene Gut Edling bei Kötschach im oberen Gailtal, Kärnten, zum Schloß um und nannte es „Manndorf“.

 

Kommen schon im Kärntner Adelsregister vom Jahre 1446 als Landstand daselbst vor.

 

Landmann von Krain 3.1.1625 (für Hans von und zu Manndorf, Herr auf Manndorf, Gurnitz, Waldenstein, Wiesenau und Flaschberg, Kaiserlicher General-Einnehmer in Kärnten).

 

Reichs- und erbländisch-österreichischer Freiherrenstand mit „Herr auf Pfannhoffen und Wißenau“ und Wappenvereinigung mit denen der erloschenen Haßlinger zu Pfannhofen und Seepühl und der erloschenen von Pibriach zum Biberstein, Ebersdorf 15.9.1644 (für des Letztgenannten Söhne Sigmund Friedrich, auf Mandorf, Pfannhofen und Flaschberg, Hans Balthasar, Hans Bartholme und Wolff Andree von Manndorff).

  

Siehe dieses Geschlecht auch im Herzogtum Krain.

 

 

LITERATUR:

 

A. Weiß, „Der Adel Kärntens bis zum Jahre 1300“, Wien 1869
Graf Friedrich Lanjus, Mandorff-Regesten, in Monatsblatt der Gesellschaft „ADLER“ 1934, S. 509-524
Freiherr Georg Siegmund von Manndorff, Mandorfferischer „Stamen-Paumb“, Rothenthurn 1688
Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser (GGT F), 1870 bis 1941, Altere Genealogie (ÄG) 1936
Gustav Adolf von Metnitz, „Geadelte Bürger in Kärnten“, in Carinthia 1964, Seite 127
H. Wiessner, M. Vyoral-Tschapka, „Burgen und Schlösser in Kärnten“, Bezirk Hermagor, Spittal/Drau, Villach, Wien 1986
Paul Dedic, „Kärntner Exulanten des 17. Jahrhundert“, in Carinthia I, 1952, Seite 371
Siebmachers Wappenbuch, Band 29, „Der Adel in Kärnten, Krain und Dalmatien“, Neustadt an der Aisch 1980
Thomas Tiefenbacher, „Helena - eine geschichtliche Erzählung“, Klagenfurt 1958.
Freiherr Vinzenz von Manndorff, Ergänzungen dazu, Wien 1815.





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